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Senioren - Individuelle Ernährung im Alter

Mit zunehmendem Alter verändern sich der Körper und seine Nährstoffausnutzung. Um einer Über- oder Unterversorgung sowie Nährstoffmangel vorzubeugen, sollte bei der Ernährung von Senioren einiges beachtet werden.

Körperliche Veränderungen im Alter

Durch verminderte körperliche Aktivität und einen Rückgang des Grundumsatzes reduziert sich der Energiebedarf im Alter. Muskelmasse und Wassergehalt nehmen häufig ab, wohingegen Fett vermehrt gespeichert wird. Speichelbildung und Magensaftsekretion nehmen ab und verlangsamen dadurch die Verdauungstätigkeit Fett und Kalzium können nicht mehr so gut aufgenommen werden. Auch Glukose kann durch eine verringerte Glukosetoleranz schlechter vom Körper resorbiert werden.

Das Durstempfinden sowie Geschmacks- und Geruchssinn nehmen ab. Außerdem haben ältere Menschen häufig Kau- und Schluckbeschwerden. Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten kann die Resorption einzelner Nährstoffe reduzieren und auch Appetit und Hunger beeinflussen.

All diese altersbedingten Veränderungen haben Auswirkung auf die Ernährung im Alter.

 

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Nährstoffe

Senioren nehmen häufig zu wenig Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und zuviel Fett zu sich. Vor allem die Versorgung mit den Vitaminen A, D und bei Männern häufig auch C ist meistens nicht ausreichend. Um dem entgegenzuwirken sollten die Nahrungsmittel sorgfältig ausgewählt werden. Vitamin A ist beispielsweise in Leber, aber auch in Karotten, Spinat, Salat und Grünkohl  enthalten. Vitamin D kann der Körper selbst herstellen, wenn die Haut regelmäßig dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Leider ist dies für viele ältere Menschen auf Grund körperlicher Beschwerden häufig nicht möglich. Vitamin D findet man jedoch auch in Lebensmitteln, beispielsweise in allen Fischsorten und vielen Speisepilzen.

 

Über- sowie Unterversorgung

Übergewicht im Alter ist ein weit verbreitetes Problem. Durch eine Einschränkung der Fett- und Zuckerzufuhr kann man dieses Risiko jedoch reduzieren. Mit Fett sollte grundsätzlich sparsam umgegangen und besonders auf versteckte Fette geachtet werden. Hochwertige pflanzliche Öle und Fette sind zu bevorzugen, insbesondere wenn man bereits an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet. Sie enthalten weniger gesättigte Fettsäuren und Cholesterin.

Auch wegen der verringerten Glukosetoleranz sollten ältere Menschen den Zuckerkonsum einschränken, hierzu gehören nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Kuchen oder süße Getränke. So kann man das Risiko einer Erkrankung an Typ-II-Diabetes vermindern. Eine gesunde Alternative sind frisches Obst und Gemüse als Zwischenmahlzeit.

Um Verstopfungen vorzubeugen, sollte der Ballaststoffanteil in der Nahrung möglichst groß sein. Es empfiehlt sich der Verzehr von reichlich Vollkornprodukten, Gemüse, Obst, Kartoffeln und Hülsenfrüchten.

Menschen mit Bluthochdruck sollten beim Kochen Salz einsparen und stattdessen Kräuter und andere Gewürze verwenden.

Neben der Überernährung tritt im Alter jedoch auch nicht selten eine Mangelernährung auf, die meistes auf Appetitlosigkeit zurückzuführen ist. Appetitmangel kann häufig auf verringertes Geschmacks- und Geruchsempfinden sowie Zahn-, Kau- oder Schluckbeschwerden zurückgeführt werden. Aber auch hoher Medikamentenkonsum, Einsamkeit oder Depressionen können sich negativ auf das Essverhalten auswirken.

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Ernährungsempfehlung

Durch den geringeren Grundumsatz und geminderte körperliche Aktivität benötigen ältere Menschen eine geringere Nahrungsenergiezufuhr als Jüngere.

Bei der Zusammenstellung der Nahrungsmittel müssen die individuellen Vorlieben und auch Beschwerden oder Erkrankungen berücksichtigt werden.

 

Trinken

Das Durstempfinden nimmt im Alter häufig ab. Jedoch benötigen auch Senioren ausreichend Flüssigkeit. 1 ½ Liter täglich sollten es sein, vorzugsweise kalorienarme Getränke, wie Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorle. Eine geplante Flüssigkeitszufuhr  ist hilfreich. Am besten es wird jeden Morgen die erforderliche tägliche Trinkmenge in Behältern bereit gestellt. 

Wird langfristig zu wenig getrunken, kann dies zu Verstopfung, Verwirrtheitszuständen, Störungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Nierenfunktion führen.