© Iakov Kalinin - Fotolia.com (2)
[Ernährung] [Inhalt] [Naehrstoffe] [freie Radikale] [Energiebilanz] [individuelle Ernährung] [Diät] [alternative Ernährungsformen] [Nahrungsergaenzungen] [Ernaehrungspyramide] [Lebensmittel] [Salmonellen] [Säuren Basen] [Fragen] [Kontakt]

- Ernährung

- Artikelübersicht

Nährstoffe - alle Artikel:

- Ballaststoffe
- Cholesterin
- Eiweiße, Proteine
  - Wertigkeit von Eiweiß
- Fette
- Kohlenhydrate
  - glykämischer Index
- sekundäre Pflanzenstoffe
  - Einteilung
- Vitamine
  - fettlösliche Vitamine
    - Vitamin A
    - Vitamin D
    - Vitamin E
    - Vitamin K
  - wasserlösliche Vitamine
    - Vitamin B1
    - Vitamin B2
    - Vitamin B3
    - Vitamin B5
    - Vitamin B6
    - Vitamin B7
    - Vitamin B9
    - Vitamin B12
    - Vitamin C

Kontakt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vitamin B6

Vitamin B6 ist die Sammelbezeichnung für die zur Gruppe der B-Vitamine gehörenden wasserlöslichen Substanzen Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin sowie deren Phosphorsäureester. Sie sind nicht über längere Zeit speicherbar und müssen deshalb mit der täglichen Nahrung dem Körper zugeführt werden.

 

FL468x80

Vorkommen

Vitamin B6 kommt in geringen Mengen in fast allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Die Bioverfügbarkeit von Vitamin B6 aus tierischen Quellen ist in der Regel höher, denn es wird direkt vom Darm resorbiert.

Fleisch, Leber, Hefe- und Vollkornprodukte, Fisch, Nüsse, Milch und Milchprodukte, Bananen sowie Gemüse, vor allem Kohl, Bohnen, Linsen und Kartoffeln sind reich an Vitamin B6.

Das Vitamin B6 wird vor allem in den Muskeln gespeichert, wenn auch nur über kurze Zeit.

 

Empfehlung

Eine Tagesdosis von 1,4 – 1,6 mg für Männer und 1,2 mg für Frauen wird empfohlen. Da Vitamin B6 vor allem für den Eiweißstoffwechsel benötigt wird, ist der persönliche Bedarf nicht nur von Geschlecht und Alter abhängig, sondern auch von der individuellen Proteinzufuhr. Je mehr Eiweiß man zu sich nimmt, desto mehr Vitamin B6 wird benötigt, um es zu umzuwandeln.

Vitamin B6 ist sehr licht- und hitzeempfindlich. Besonders Vitamin B6 tierischer Herkunft ist besonders empfindlich gegenüber Hitze. Es besonders wichtig, die Lebensmittel frisch zu essen, dunkel und kühl  zu lagern und schonend zuzubereiten. Durch Kochen gehen bis zu 45% der Vitamine verloren, beim Gefrieren bis zu 50% und beim Sterilisieren, beispielsweise bei Milch, ist kaum noch Vitamin B6 enthalten.

 

Mangel/ Überschuss

Vitamin B6 kann zwar nicht über längere Zeit gespeichert werden, da es jedoch in fast allen Lebensmitteln enthalten ist, sind Mangelerscheinungen in den Industrieländern nur sehr selten.

Personen mit erhöhtem Bedarf, wie Schwangere, Stillende und Personen mit hohem Eiweißkonsum  müssen dennoch auf eine ausreichende Versorgung achten. Aber auch Raucher, Alkoholiker und Personen, die über längere Zeit Medikamente, wie Antibiotika oder Östrogenpräparate, zu sich nehmen, haben einen Mehrbedarf. Bei Senioren ist Vitaminmangel wegen falscher Nahrungsmittelwahl häufiger anzutreffen. Vereinzelt kann es bei Darmerkrankungen mit einer gestörten Vitaminresoption zu einer Unterversorgung mit Vitamin B6 kommen.

Anzeichen hierfür können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfe, Hautentzündungen sein. Aber auch Depressionen, vor allem bei Einnahme der Antibabypille, können auf einem Vitamin-B6-Mangel hinweisen. Über eine Harnuntersuchung lässt sich ein solcher Mangel feststellen.

Da dieses Vitamin wasserlöslich ist, wird ein Überschuss über den Urin, zum Teil auch über den Stuhl ausgeschieden. Über die Aufnahme von Lebensmittel ist eine Überdosierung nicht möglich. Bei hoch dosierten Vitaminpräparaten, die über längere Zeit genommen werden, kann es trotz der Wasserlöslichkeit u.U. zu Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Extremitäten bis hin zu Schädigungen des Nervensystems kommen.

Diese Website durchsuchen:

Funktion

Ein aus dem Vitamin B6 gebildetes Koenzym (PLP) spielt für den Eiweißstoffwechsel eine entscheidende Rolle. Es ist an der Herstellung des Energielieferanten Glukose und bestimmter Stoffe aus Aminosäuren beteiligt, beispielsweise Botenstoffe, sowie an der körpereigenen Synthese des Niacins. Es wird für den Eiweißaufbau, beispielsweise in den Muskeln, benötigt und bei der Zellteilung (auch beim Embryo).