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Mangel/ Überschuss
Da dieses Vitamin in sehr vielen Lebensmitteln vorhanden ist, tritt ein reiner Vitamin-B7-Mangel sehr selten auf.
Beim übermäßigen Verzehr von rohen Eiern ist Vorsicht geboten, denn das in rohem Eiklar enthaltene Eiweiß Avidin kann das gesamte mit der Nahrung aufgenommene sowie das von der Darmflora hergestellte Vitamin B7 vollständig binden, so dass es vom Körper nicht mehr verwertet werden kann. Ein Mangel tritt jedoch nur ein, wenn mehrere rohe Eier täglich über einen längeren Zeitraum verzehrt werden. Durch Erhitzen wird dieses Eiweiß zerstört und kann das Vitamin nicht mehr binden.
Da Nikotin und Alkohol den Vitaminverbrauch im Körper erhöhen, haben Raucher und Alkoholiker einen erhöhten Bedarf.
Muttermilch enthält nicht viel Vitamin B7, deshalb sind Säuglinge etwas anfälliger für einen Mangel. Allerdings benötigen sie in den ersten Monaten auch gerade mal 5 - 10 µg. Anzeichen für einen Mangel können bei Säuglingen Erbrechen, Muskelkrämpfe und Apathie sein. Bei größeren Kindern kann es zu Wachstumsverzögerungen kommen.
Ein Mangel kann sich entscheidend auf den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel auswirken.
Leider treten Mangelerscheinungen, wie Übelkeit, Muskelschmerzen, fahle Hautfarbe, Haarausfall, brüchige Nägel sowie Infektionsanfälligkeit, häufig erst Monate nach Beginn des Mangels auf. Eine frühe Diagnose ist durch Untersuchung von Urin oder Blutplasma möglich.
Überschüssiges Vitamin B7 wird über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Nebenwirkungen durch einen Überschuss an Vitamin B7 sind bisher, selbst bei Einnahme hochdosierter Nahrungsergänzungen, nicht bekannt.
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