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Vitamin B9 - Folsäure

Vitamin B9 ist eher unter dem Namen Folsäure bekannt. Es handelt sich um eine Gruppe von Substanzen mit gleicher Wirkungsweise,  die zu den Vitaminen des B-Komplexes gehört und ebenso wasserlöslich ist.

Ein Großteil der in der Nahrung vorkommenden Folsäure liegt in gebundener Form vor und kann nur teilweise vom Darm resorbiert und verwertet werden. Nur etwa ein Viertel kommt als freie Folsäure in Lebensmitteln vor.

 

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Vorkommen

Vor allem Salate und Blattgemüse sind reich an Folsäure. Aber auch Tomaten, Vollkornprodukte, Leber, Eigelb und Nüsse enthalten dieses Vitamin. Wohingegen man in Fleisch, Fisch und sehr vielen Obstsorten nur sehr wenig Folsäure findet.

In unbedeutenden Mengen kann dieses Vitamin auch von Mikroorganismen im menschlichen Darm hergestellt werden. Diese Mengen sind jedoch so gering, dass es dem Körper in erster Linie mit der Nahrung regelmäßig und in ausreichender Menge zugeführt werden muss.

 

Empfehlung

Der tägliche Bedarf wird bei Erwachsenen auf etwa 400 µg geschätzt.

Das Vitamin kann durch Hitze, Licht und Sauerstoff sehr schnell zerstört werden. Bis zu 70% des Folsäuregehaltes kann Gemüse bei mehrtägiger, falscher Lagerung, beispielsweise bei Zimmertemperatur, verlieren. Hinzu können eventuelle Verluste durchs Kochen kommen. Ein Großteil des Vitamingehaltes landet im Kochwasser. Vor allem langes Erhitzen und Warmhalten sollte vermieden werden. Kurzes Garen oder Dampfen schont die Vitamine. Es empfiehlt sich die Lebensmittel frisch und – soweit möglich – roh zu verzehren. Saisonale und regionale Produkte sollten bevorzugt werden.

 

Mangel/ Überschuss

Folsäuremangel kommt auch in den Industrieländern heute noch häufig vor. Einseitige Ernährung mit zu wenige Obst und Gemüse und kaum frischen Lebensmitteln, sowie lange Lager- und Warmhaltezeiten, beispielsweise in Kantinen,  sind hierzulande die häufigste Ursache für einen Folsäuremangel.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Dialysepatienten, Alkoholiker und Personen, die oft Gewichtsreduktionsdiäten durchführen. Einige Krankheiten, wie Zöliakie, Krebs oder Morbus Crohn  sowie die Einnahme bestimmter Medikamenten können einen Folsäuremangel fördern.

Anzeichen für einen Mangel können Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Haut- und Schleimhautveränderungen und Haarausfall sein. Ein langanhaltender Mangel kann zur Anämie, Blutarmut,  führen.

Überschüssige Folsäure wird vom Körper ausgeschieden. Toxische Nebenwirkungen sind keine bekannt, jedoch kann die Einnahme hoher Folsäuremengen einen bestehenden Vitamin B12- Mangel verdecken.

 

Folsäure während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft und Stillzeit kann sich der Bedarf an Vitamin B9 fast verdoppeln.

Frauen, die schwanger sind, vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel, oder die eine Schwangerschaft planen, sollte in Absprache mit dem Frauenarzt ein Folsäurepräparat einnehmen. Denn gerade während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure enorm wichtig, weil für die Zellvermehrung infolge der Vergrößerung der Brustdrüsen und der Gebärmutter und für die Entwicklung der Plazenta die Folsäure ebenso benötigt wird, wie für  die Wachstums- und Entwicklungsprozesse des ungeborenen Kindes im Mutterleib.

Werden Mutter und Ungeborenes nicht ausreichend versorgt, erhöht sich das Risiko für Fehl- und Frühgeburten sowie Fehlbildungen bei den Neugeborenen, wie beispielweise Neuralrohrdefekten, auch bekannt als offener Rücken.

 

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Funktion

Folsäure spielt eine wichtige Rolle im Eiweißstoffwechsel und ist damit maßgeblich an den Wachstums- und Entwicklungsprozessen beteiligt.

Sie ist erforderlich für die Herstellung von Nukleinsäuren, welche Träger der Erbinformationen sind. Es wird für die Neubildung und Teilung von Zellen benötigt. Zusammen mit dem Vitamin B12 wird es für die Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark benötigt.